Zahnimplantat als Zahnersatz

Zahnimplantat

Ein Zahnimplantat ersetzt die natürliche Zahnwurzel. Der Kieferknochen wächst fest an das Zahnimplantat an. Darauf kann eine neue, individuell angefertigte Zahnkrone befestigt werden kann. Wichtiger Nebeneffekt: Ein Zahnimplantat trainiert den Kieferknochen. Beim Kauen werden über die Zahnimplantate physiologische Reize in den Knochen weitergeleitet – ähnlich wie bei einem natürlichen Zahn. Dies trägt entscheidend zum langfristigen Erhalt des Kieferknochens bei.

Darüber hinaus trägt ein Zahnimplantat die zu ersetzende Zahnkrone. Die Zahnlücke ist wieder geschlossen. Ein Beschleifen der Nachbarzähne, wie bei einer herkömmlichen Brücke, ist bei dieser Methode nicht nötig. Die wertvolle natürliche Zahnsubstanz bleibt unberührt.

In welchen Fällen können Zahnimplantate eingesetzt werden?

In vielen Situationen sind Zahnimplantate eine ideale Lösung, um Zahnersatz (Kronen, Brücken und Prothesen) sicher und zuverlässig zu verankern. Zum Einsatz kommen Implantate, wenn ein einzelner Zahn, mehrere Zähne oder alle Zähne fehlen.

Beim Schließen von Zahnlücken besteht einer der Vorteile darin, dass die Nachbarzähne nicht beeinträchtigt werden. Diese werden bei einer Implantatversorgung weder verletzt noch angeschliffen, wie dies bei einer herkömmlichen Brücke der Fall ist. Die wertvolle natürliche Zahnsubstanz bleibt erhalten.

Bei der Therapie von großen Zahnlücken und wenn alle Seitenzähne fehlen, kann mithilfe von Zahnimplantaten festsitzender Zahnersatz eingesetzt werden. Ohne diesen Halt könnte der Zahntechniker nur eine herausnehmbare Prothese anfertigen.

Darüber hinaus gibt es viele Fälle, in denen mit Zahnimplantaten einen herausnehmbaren Zahnersatz im Mund festigen. Das steigert deutlich den Tragekomfort, weil die Prothese sicheren Halt bekommt.

Wie läuft eine Implantatbehandlung ab?

Jede Implantattherapie umfasst fünf Schritte – unabhängig davon, ob nur ein einzelner Zahn ersetzt oder eine umfassendere Versorgung durchgeführt wird.
Diese fünf Schritte sind:

1. Diagnose
2. Vorbehandlung
3. Implantation
4. Eingliederung des Zahnersatzes
5. Pflege und Nachsorge

Die Dauer der Behandlung hängt sehr stark von der individuellen Situation, der notwendigen Vorbehandlung und Ihren persönlichen Wünschen ab. Eine Implantatversorgung dauert von der Diagnose bis zur Eingliederung des Zahnersatzes in der Regel mehrere Monate.

1. Diagnose

Um die adäquate Therapie zu planen sind eine eingehende Untersuchung, Kiefermodelle, Röntgenaufnahmen, in einigen Fälle auch eine 3D-Röntgendiagnostik (digitale Volumentomografie (DVT) oder Computertomografie (CT)) erforderlich. Im Rahmen der Untersuchung werden die alternativen Behandlungsmöglichkeiten (wie z. B. Brücken, herausnehmbare Teleskopprothesen etc.) die zu erwartenden Risiken sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapien besprochen. Im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen wägen wir dann sorgfältig ab, welche Therapie in Ihrem Fall am besten ist.

2. Vorbehandlung

Eine Implantattherapie stellt eine hochwertige Behandlungsmethode dar. Sie dient der Verbesserung der Mundgesundheit und der Steigerung der Lebensqualität. Nach der Entscheidung für eine Implantatversorgung sind in der Regel vor der Implantation Vorbehandlungen notwendig: zum Beispiel die Beseitigung von Karies oder Zahnfleischtaschen (Parodontitistherapie), kieferorthopädische Zahnregulierungen oder Knochenaufbauten. Knochenaufbauten sind vor einer Implantation dann erforderlich, wenn sich der Knochen aufgrund von Zahnverlust zurückgebildet hat. Dies kommt besonders dann vor, wenn ein Zahn durch eine Entzündung verloren gegangen ist oder schon mehrere Jahre fehlt. Die Vorbehandlungen dienen dazu, die Implantattherapie zum Erfolg zu führen. Sie sind sehr wichtig, um Ihre Zahngesundheit langfristig zu verbessern.

3. Implantation

Auch wenn allein in Deutschland jährlich über eine Million Zahnimplantate eingesetzt werden und von einem Routineeingriff gesprochen werden kann, darf nicht vergessen werden, dass eine Implantation ein chirurgischer Eingriff ist. Durch moderne Anästhesie- und Implantationsmethoden wird der Eingriff möglichst schonend vorgenommen. Die Dauer ist stark unterschiedlich und hängt von der Implantatanzahl sowie der individuellen Situation ab.
Bereits im Moment der Implantation entsteht eine erste stabile Verbindung zum Knochen. Wichtig ist, dass möglichst viel gut durchbluteter Knochen vorhanden ist, der das Implantat umschließt. In den Wochen nach der Implantation verbinden sich dann die Knochenaufbauzellen von allen Seiten mit der Implantatoberfläche. Diesen Vorgang nennt man auch Osseointegration.

4. Eingliederung des Zahnersatzes

Nachdem das Zahnimplantat eingesetzt ist, dauert es wenige Monate, bis sich die Knochenzellen mit dem Implantat verbunden haben und es eingeheilt ist. Bei Bedarf erhalten Sie eine Übergangslösung. In der Zwischenzeit werden Ihre neuen Zähne vom Zahntechniker hergestellt. Um ein funktionell und ästhetisch bestmögliches Behandlungsergebnis zu erzielen, können Zwischenschritte erforderlich sein, über die Sie unser Praxisteam informiert.
Nach Kontrolle der Funktion und der ästhetischen Wirkung kann der Zahnersatz eingegliedert werden. Nun sind die neuen Zähne voll funktionsfähig, können belastet und natürlich auch voller Stolz gezeigt werden.
In Abhängigkeit von Ihrer individuellen Situation und Ihren Wünschen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Ihre neuen Zähne auf Implantaten zu gestalten. Implantatversorgungen können in Form eines Einzelzahns, einer Brücke oder einer ganzen Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer ausgeführt werden. Für den zahnlosen Kiefer gibt es mehrere Möglichkeiten Zahnersatz zu befestigen, deren Vor- und Nachteile Ihnen unser Praxisteam erklärt.

4.1 Therapiebeispiel Einzelzahnimplantat

4.2 Therapiebeispiel verkürzte Zahnreihe

4.3 Therapiebeispiel bei zahnlosen Oberkiefers

4.4 Therapiebeispiele bei zahnlosen Unterkiefer

5. Pflege und Nachsorge

Wie natürliche Zähne benötigen auch Implantatversorgungen gründliche Pflege. Da das Implantat fest im Kiefer verankert ist, konzentrieren sich die Pflegemaßnahmen auf die Übergangsbereiche vom Zahnfleisch zum Zahnersatz und den Zahnersatz selbst. Gute Reinigung und regelmäßige Kontrollen sichern den langfristigen Erfolg einer Implantatversorgung. Wenn Zahnersatz auf Implantaten weder ausreichend gepflegt noch von Zahnbelägen befreit wird, können Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischtaschen entstehen. Damit sind die Implantate weniger gut geschützt und können auf Dauer Schaden nehmen. Beugen Sie diesem Risiko durch regelmäßige Pflege vor!
Neben der täglichen Zahnpflege mit Zahnbürste und anderen Hilfsmitteln zur Reinigung der Zahnzwischenräume ist die professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis die beste Investition in die Lebensdauer Ihrer Implantate.
Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt und seinem Praxisteam ausführlich über Pflege, Reinigungshilfsmittel und deren Anwendung beraten. Regelmäßige Kontrolltermine dienen der Sicherung des Langzeiterfolges Ihrer Implantate, sodass Sie lange Freude an Ihrer Implantatversorgung haben werden.

Ist eine Zahnimplantation ein Routineeingriff?

Zahnimplantate, wie sie in der heutigen Form zum Einsatz kommen, existieren seit über 30 Jahren. Sie erfüllen zuverlässig die Stütz- und Haltefunktion für zahntechnisch hergestellte Versorgungen – von der Zahnkrone bis zu herausnehmbarem Zahnersatz. Langzeitstudien zeigen hohe Erfolgsquoten. Nach Studien an deutschen Universitäten befinden sich nach zehn Jahren 96 bis 98 Prozent der CAMLOG® Implantate in Funktion (Internationaler CAMLOG Kongress, Luzern, Mai 2012).
Zahnimplantate werden heute sehr häufig und in den unterschiedlichsten Ausgangssituationen eingesetzt. Allein in Deutschland werden jährlich über eine Million Zahnimplantate gesetzt.

Warum ist ein Zahnimplantat eine gute Alternative?

Wer Zähne verliert, wünscht sich einen guten Ersatz. So natürlich wie möglich soll er aussehen und die Funktion des Gebisses wiederherstellen. Ist ein einzelner Zahn verloren gegangen, kann die entstandene Lücke durch ein Implantat mit Implantataufbau und darauf befestigter Zahnkrone geschlossen werden. Dazu muss kein gesunder Zahn abgeschliffen werden.
Herkömmliche Teil- und Vollprothesen werden oft als Fremdkörper beschrieben. Sie verursachen in vielen Fällen Druckstellen und schränken die Geschmacks-, Tast- und Temperaturwahrnehmung ein. Dazu kommt die Unsicherheit beim Sprechen, Lachen, Essen und Küssen.
Zahnimplantate können hier Abhilfe schaffen, da Versorgungen mit Zahnimplantaten auch den Ersatz der Zahnwurzel beinhalten. Dies dient dem Erhalt des Kieferknochens, der die Basis des gesamten Gebisses darstellt.
Aus diesem Grund bieten Zahnimplantate eine sehr gute Möglichkeit, verloren gegangene Zähne zu ersetzen und Aussehen, Ausstrahlung und Wohlbefinden wiederzuerlangen.

Rechnet sich ein Zahnimplantat?

Zahnimplantate sind eine langfristige Investition in Ihre Gesundheit und in Ihre Lebensqualität. Implantate können Ihnen bei guter Pflege ein Leben lang erhalten bleiben. Sie sind ein Teil von Ihnen und verrichten an 365 Tagen im Jahr unbemerkt, effektiv und zuverlässig ihre Arbeit.
Die Kaufunktion wird durch Zahnimplantate in vollem Umfang wiederhergestellt. Zahnimplantate tragen zum Erhalt des Kieferknochens bei, der sich ohne Implantat zurückbilden würde. Implantate sind bei Zahnverlust der einzig „echte“ und „vollständige“ Zahnersatz.
Die Kosten für eine Implantatversorgung setzen sich zusammen aus dem Honorar für die chirurgischen, die zahnärztlichen und zahntechnischen Leistungen. Sie sind davon abhängig, wie aufwendig und umfangreich die Implantatversorgung geplant ist. Umgerechnet auf die Tragezeit ist eine Implantatversorgung oft nicht teurer als andere Dinge des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel eine Tageszeitung.
Das Plus an Lebensqualität und Strukturerhalt, das Sie durch Zahnimplantate bekommen, ist von dauerhaft hohem Wert. Vergleichen Sie die Kosten und den langfristigen Nutzen mit anderen Alternativen.

Quelle: Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung der Fa. CAMLOG

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